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Finde deinen inneren Schatz

Ich möchte euch heute eine kleine Geschichte erzählen:

Nasrudin, ein Junge aus Krakau, hatte einen Traum, dass unter der Brücke in Prag ein Schatz vergraben sei. Er machte sich nach einiger Überlegung auf den langen Weg nach Prag und fand unter der Brücke nur einen Bettler, der ihn wegen seiner Naivität auslachte. Auch er hätte einen Traum gehabt, dass bei einem Juden in Krakau, mit Namen Nasudin, in seiner Küche unter dem Ofen ein Schatz vergraben wäre. Er könnte solchen Träumen jedoch keinen Glauben schenken. Nasrudin wanderte zurück in sein Haus, grub in seiner Küche unter dem Ofen und fand einen großen Schatz. 

Die Suche nach dem eigenen Glück

In dieser Geschichte erkenne ich zwei wesentliche Botschaften. Die erste Botschaft bezieht sich auf unsere Suche nach dem Glück. Wie auch Nasrudin im festen Glauben ist, er würde den Schatz in Prag finden, so suchen auch wir oft nach dem Glück im Außen. Nicht umsonst ist Werbung mit ihren Schönheits- und Glücksversprechen so erfolgreich. Völlig blind folgen wir manchmal diesen Versprechen, in der Hoffnung, sie würden uns nun schöner, toller oder großartiger machen.

Es gibt da in uns dieses Gefühl, wir wären nicht vollkommen, es mangelt uns an etwas. Sei es etwas Materielles – das Auto, die eine besondere Pflegecreme, die neuen Sneaker – oder auch etwas Ideelles, durch das wir mehr Wissen, mehr Kompetenz oder Ansehen erwerben. Der Glaube, man müsste noch dieses eine Coaching , einen weiteren Abschluss oder jene Weiterbildung machen, um kompetent genug zu sein oder für die eigenen Träume losgehen zu können. Es gibt da in uns das Verlangen, das nach mehr strebt. Haben wir uns einen Wunsch erfüllt, erscheint auch plötzlich schon der nächste.

Wir kommen als vollkommener Mensch auf die Welt. Kein Baby oder Kleinkind hat das Gefühl, nicht gut genug zu sein. Es traut sich laut zu lachen, zu schreien, zu weinen – einfach es selbst zu sein. Erst im Laufe unseres Lebens denken wir basierend auf unseren Erfahrungen, wir wären so nicht richtig, wie wir sind. Wir sind nicht schlau genug, schön genug oder sportlich genug. Damit limitiert man sich selbst stark und läuft die ganze Zeit etwas im Außen hinterher, was scheinbare Erfüllung verspricht. In Wahrheit aber ist das eher eine kurzfristige Befriedigung und nie langanhaltend. Ich kenne das sehr gut. So lang strebt man auf etwas hin, doch wenn man es dann hat, ist die Freude oftmals nur kurzfristig und das nächste Verlangen entsteht.

Es spricht absolut nichts dagegen, sich auch etwas zu leisten und selbst eine Freude zu bereiten. Ich leiste mir auch gern mal etwas und denke auch, dass es durchaus zu unserem menschlichen Dasein dazugehört. Worauf ich aber hinaus will ist, dass wir durch diese Dinge niemals langanhaltende Erfüllung erfahren werden. All diese Dinge im Außen werden nie das Gefühl der Unvollkommenheit füllen können. Der Schatz liegt stets in uns selbst!

Warum machen wir es uns als Menschen manchmal so schwer, obwohl es doch so einfach ist? Wir haben bereits alles in uns. Wir sind bereits vollkommen. All unsere Power und Kraft ist in uns. Ein Coaching kann natürlich weiterhelfen, um uns in die eine oder andere Richtung zu schupsen, in die wir mal gehen könnten. Es kann uns neue Perspektiven eröffnen. Eine Weiterbildung kann uns durchaus noch kompetenter machen und wir können Neues lernen. Was es dann aber wieder braucht, ist der Blick nach innen. Das, was wir als Input erhalten haben, muss sich setzen können, damit es wirken kann. Wir müssen dem neuen Wissen Raum geben, um sich entfalten zu können.

In der Ruhe liegt die Kraft

Das gelingt jedoch nur, wenn wir innehalten und still werden. Wenn wir die Sinne zurückziehen und das Machen und Tun mal sein lassen. Wenn wir unserer inneren Stimme lauschen. Ich glaube, das ist eine echte Herausforderung für uns, die so gerne Ratschläge geben, sofort ihre Meinung zu einem Thema äußern und die Lösung zu all den Problemen parat haben. Wann hast du das letzte Mal einem anderen Menschen wirklich zugehört und das Gesagte einfach umkommentiert stehen gelassen? Wann hast du dir das letzte Mal erlaubt, still zu werden, deinen Gedanken freien Lauf zu lassen und wirklich zu träumen? 

Ich weiß, wie schwer uns diese scheinbar simplen Dinge fallen. Wir sind es einfach nicht mehr gewöhnt und  ich denke, wir müssen diese Fähigkeit wieder neu erlernen. Lernen, wie man sowohl anderen zuhört, als auch sich selbst.

Dazu braucht es zunächst die Aktivität. Hier steckt nun die zweite Botschaft dieser Geschichte. Um den eigenen Schatz in uns zu finden, müssen wir uns auf den Weg machen. Es braucht diese Aktivität, die uns ins Machen und Tun bringt. Dann aber braucht es wieder den Rückzug nach Hause, da wo der wahre Schatz vergraben liegt.

Beim Yoga beispielsweise braucht es zuerst die Bewegung, die Anstrengung, die Kraft. Durch die Anstrengung können wir am Ende besser in die Ruhe kommen und uns den Weg zu uns selbst bahnen. Dadurch wird die Sicht klarer und wir können die innere Stimme besser wahrnehmen. Es braucht hier zunächst die Aktivität. Die wahre Selbsterkenntnis, kann sich jedoch erst entfalten, wenn wir weniger machen und mehr empfangen. Der Blick nach Innen – die Stille und Ruhe – sie bringen uns zu unserem inneren Kern. Dadurch erkennen wir uns selbst und erhalten wahre Kraft und Power.

Auch ich verliere mich immer wieder mal im Machen und Tun. Selbstzweifel wie – ich bin nicht kompetent genug, nicht gut genug, mir fehlt es noch an diesem oder jenen – tauchen auf. Was ist die Folge? Ich mache mich klein und halte all mein Potential zurück, mache ein Coaching nach dem anderen und fühle mich danach noch immer nicht wirklich bereit. Sobald ich mir jedoch wieder den Raum gebe, um nach innen zu hören, komme ich wieder in meine Kraft. In dieser Kraft finde ich oft all die Antworten, die ich im Außen suche.

Ich kann unzählige schlaue Erziehungsratgeber lesen, wie ich mit Verhaltensauffälligkeiten von Schülern umgehe und eine wunderbare Lehrerin werde. All diese Ratgeber können mir neue Perspektiven eröffnen, über die ich nachdenken kann. Sie werden aber nie die passende Antwort für meine Situation sein. Nur ich allein weiß, wie mit einer Situation umgehen kann. Wenn ich Yoga mache, meditiere und innehalte, kommen all die Lösungen von ganz allein. Nur dann kann ich auch authentisch agieren. Aus Erfahrung kann ich sagen, dass das auch der wahre Schlüssel zum Erfolg ist.

Wie ist eure Erfahrung ? Was nehmt ihr von der Geschichte mit?

Teilt gern eure Erfahrungen in den Kommentaren.

 

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