4 Gründe für gesunde Routinen im Lehrer:innen-Alltag

Eines meiner absoluten Lieblingsthemen sind Routinen. Ich bin der festen Überzeugung, dass Routinen uns den Schulalltag erleichtern und elementar zu unserer Lehrergesundheit beitragen.
 
Der Begriff „Routinen“ ist manchmal nicht richtig greifbar und vielleicht fragst du dich gerade, was das ist und was es mit deiner Gesundheit zu tun hat. Daher möchte ich mich dem Thema in diesem Blogartikel nähern.
 
Routinen sind grundsätzlich ja erst einmal nur immer wiederkehrende Abläufe und Handlungen. Der Fokus hier liegt jedoch auf GESUNDEN ROUTINEN.
 
Viele erfolgreiche Menschen folgen bestimmten Routinen. Dabei kann diese Routine am Morgen liegen, mitten im Tag oder am Abend. Barack Obama beispielsweise begann seinen Tag nie mit dem Lesen der News oder Checken seiner E-Mails, sondern mit Sport. Bevor er sich also seinem Land und der Weltpolitik widmete, tat er etwas für seine Gesundheit.
 
Ich habe schon in sehr jungen Jahren meine Morgenroutine etabliert. Bereits in der Oberstufe stellte ich meinen Wecker eine halbe Stunde früher und nutzte die Zeit für ein paar Yogaübungen und Meditation. Ich merkte, was es für einen Unterschied machte und wollte nicht mehr damit aufhören. Seitdem gehört die Morgenroutine zu meinem Alltag – mal kürzer und mal länger. Je nachdem, was auf dem Tagesplan steht. Aber ich nehme mir immer diesen Moment nach dem Aufwachen, um zuerst bei mir einzuchecken, bevor ich mich dem Außen zuwende.
 
Besonders in meinem Lehreralltag ist diese Morgenroutine eine absolute Oase.
 
Warum auch du eine (Morgen-) Routine etablieren solltest:
 
#1: Routinen geben uns Halt
Routinen sind sehr beständig. Dinge, die wir immer wieder tun, geben uns Orientierung und Sicherheit. Vielleicht kennst du das Gefühl, wenn du an einen fremden Ort verreist und alles neu ist. Oft fühlt man sich dann etwas durcheinander. Vielleicht aufgewühlt und unsicher. Deine gewohnten Rituale und Handlungen, die den Rahmen deines Tages bestimmten, fallen nun weg. Damit wird der Blick für die kleinen Dinge zwar auch oft geschärft und wir nehmen unsere Umwelt viel bewusster wahr, es kostet aber auch sehr viel Energie. Daher sind Routinen hilfreich – besonders dann, wenn sie uns und unserer Gesundheit dienen. Wenn du beispielweise jeden Morgen einen Moment lang bewusst atmest und bei dir eincheckst, so wird dies deine Basis für deinen Tag darstellen.
 
#2: Es spart Energie
Menschen sind Gewohnheitstiere. Unser Kopf braucht bestimmte ritualisierte Dinge, um mit der Komplexität der Welt klarzukommen. Wenn du über jede Tätigkeit nachdenken würdest, wäre dein Energiekonto bereits nach dem Aufstehen verbraucht! 🙂 Alles was also in Fleisch und Blut übergegangen ist, ist weniger Ballast für dein Gehirn. Es gibt Dinge, über die wir gar nicht mehr nachdenken müssen. Sie sind fester Bestandteil unseres Alltags. Und das spart Energie.
 
#3: Routinen sind die Ruheinseln für uns selbst
Statt am Ende des Tages festzustellen, dass wieder keine Zeit für dich bliebt, etabliere eine bestimmte Zeit am Tag für dich und deine Routine ein. Beschenke dich zuerst, statt am Ende zu schauen, was noch übrig bleibt.
Warte nicht auf den perfekten Moment, um Zeit für dich zu finden.
 
#4: Du vermeidest Aufschieberitis
Du kennst es vielleicht auch. Der ständige innere Dialog, ob du nun Yoga machen solltest oder nicht? Wenn jeden Tag zu einer bestimmten Zeit im Kalender Me-Time eingetragen ist, brauchst du nicht zu überlegen, wann du Zeit für dich findest. Es ist meistens auch weniger wahrscheinlich, dass du es dann nicht tust.
 
Gesunde Routinen dürfen deinen Alltag entspannen und dich nicht noch mehr unter Druck setzen.
 
Daher mein größter Tipp: Fange klein an!
 
Es genügen 5 Minuten am Tag. Plane jeden Tag zur gleichen Zeit diese 5 Minuten für Dich ein. Am einfachsten ist es direkt nach dem Aufwachen. Stelle dir deinen Wecker nur 5 Minuten früher. Wenn du es morgens nicht schaffst, so bewirken auch kleine Pausen zwischendurch echte Wunder. Überlege dir, was du in den 5 Minuten für Dich tun möchtest. Vielleicht möchtest du eine Sache für die nächsten 21 Tage festlegen oder jedes Mal intuitiv entscheiden, was du gerade brauchst.
 
Hier ein paar Beispiele:
  • bewusst und tief atmen
  • tanzen
  • meditieren
  • Yoga-Übungen
  • in ein Journal schreiben
  • Bodyscan
  • in die Dankbarkeit gehen
In meinem Onlinekurs „Strong Mind, Strong Teacher!“, handelt ein ganzes Modul von diesem Thema. Du etablierst in dem Kurs Schritt für Schritt deine ganz persönliche Routine, die eine absolute Wohlfühl-Auftank-Oase in deinem Lehreralltag sein wird.
 
Vielleicht konnte ich dich ein wenig überzeugen und du möchtest diese „Routine-Sache“ nun auch für dich einmal ausprobieren.
 
Ich wünsche dir auf jeden Fall ganz viel Freude dabei.
Nutze gern die Affirmation: Kleine Routinen stärken mich.
 
Alles Liebe,
Deine Frances

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